Über das Projekt

“Gesichter der Wismut” ist ein intergenerationales Bildungsprojekt zur Geschichte und Nachwirkung des DDR-Uranbergbaus in Ostthüringen.

Zwischen März 2022 und Dezember 2025 haben wir recherchiert und die ZeitzeugInnengespräche aufgenommen, die ihr auf dieser Projektwebsite seht.
Außerdem ist eine Wanderausstellung entstanden, bei der Jugendliche und junge Erwachsene an allen Ecken und Enden beteiligt waren: Erinnerungsstücke wurden zu Exponaten, Seminarfacharbeiten zu Ausstellungs- und Webtexten, Gruppen und Einzelpersonen zu „Gesichtern der Wismut“. Auch die Gestaltungsideen, Fotografien und das Bildungsmaterial sind gemeinsam entwickelt worden.

Dies ist nur der Anfang!

Die Wismut ist noch lange nicht Geschichte
Das haben wir während der Kernprojektlaufzeit immer wieder festgestellt. Nun wollen wir die Fragen der Gegenwart weitergeben: Wie lässt sich die Geschichte und die Erfahrungen mit der Wismut weiter aufdecken? Wie gehen wir heute mit den Potenzialen und Gefahren des Energieträgers Uran um? Welche Rolle spielt die nukleare Rüstung auch heute noch für globalpolitische Konflikte?
Die Wanderausstellung ist auf Reisen, im Folgeprojekt “Was vom Yellow Cake übrig blieb!” treffen Geraer GymnasiastInnen auf SchülerInnen aus NRW um Bergbaufolgelandschaften

Wir freuen uns, wenn ihr uns dabei helft, unsere Erkenntnisse zu erweitern und das Thema Uranabbau weiter behandelt: Besucht unsere Ausstellung oder helft uns, sie wandern zu lassen! Fragt eure Familienangehörigen, ob sie nicht vielleicht auch ihre Geschichte zur Wismut teilen möchten oder bittet eure Lehrer:innen, gemeinsam mit euch einen Blick in unsere Materialien zu werfen und gemeinsam mit der Gedenkstätte Amthordurchgang einen Workshop zu machen!

Schülerin Luisa erarbeitet ein Mini-Modell für die Installation zur Haldenbegehung, welches sich nun in voller größe in der Ausstellung befindet Foto: Semper Schulen Gera
Schülerin Luisa erarbeitet ein Mini-Modell für die Installation zur Haldenbegehung, welches sich nun in voller größe in der Ausstellung befindet
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Partizipation & Wertschätzung
Das Projekt bewegte sich zwischen schulischen Pflichtveranstaltungen und freiwilligem Mehraufwand – es ist zusammengenommen eine wahnsinnige Leistung, was alle beteiligten an ehrenamtlicher Arbeit in dieses Projekt gesteckt haben. Dank gebührt deshalb nicht nur den Zeitzeug:innen, Dienstleister:Innen und Pädagog:innen, sondern vor allem auch den Schüler:innen, die z.B. auf dem Heimweg noch Umwege gemacht haben, um Fotos aufzunehmen und sich richtig ins Zeug gelegt haben, um fehlende Informationen einzuholen!

Und wer hat was gemacht?
Tim hat die Erinnerungskultur um die Wismut und die Zukunft der „Neuen Landschaft“ ergründet und das Interview mit Krimhild Leutloff durchgeführt. Emma, Lara-Joy, Nina und Maren haben Klaus Brodale und Enrico Richter interviewt und die Vorzüge der sozialen Versorgung und des Ferienwesens der Wismut entblättert.
Erik, Jonathan, Willi und Johannes haben zur „Geheimsache“ Wismut geforscht und die ideologischen Rahmenbedingungen des Uranabbaus in der DDR untersucht: Von den Anfänge der Wismut im Zusammenhang mit der globalen Politik, dem Umweltaktivismus bis hin zu den verschwundenen Dörfern. Interviewt haben Sie Arndt Weinhold und Christine Biedermann.

Colin, Hatice und Niklas haben sich durch Vorkehrungen zum Strahlenschutz gewühlt und die Auswirkungen der Strahlung auf die Natur und den Menschen kritisch hinterfragt. Rüdiger Klotz war ihr Interviewpartner! Luca, Nikolas und Lenny wollten wissen, wie es um den Arbeitsschutz und betriebliche Altersvorsorge bei der Wismut bestellt war.
Julia, Emilia, Jan und Georg haben Robert Schmidl erfolgreich als Zeitzeugen akquiriert und interviewt und sich mit Wohlstand und Versorgung bei der Wismut beschäftigt. Der Jahrgang 2021 der Semperschulen haben den Künstler Wolfgang Schwarzentrub und den Breitensportverantwortlichen Hans-Georg Kremer interviewt. Sie habensich an Farb- und Formgebung der Ausstellung gekümmert, sowie ebenfalls Fotos und Objekte aus ihrem sozialen Nahraum, der mit der Wismut in Verbindung steht, zusammengetragen! 

ProjektteilnehmerInnen des Osterlandgymnasiums auf der Mettenschicht im KuK 2023