Luxus, Wohlstand und Versorgung

Die Arbeit unter Tage war körperlich enorm anstrengend und forderte viel Kraft und Ausdauer der Kumpel. Leistungsanreize waren ein vergleichsweise hohes Gehalt und eine gute betriebliche Versorgung während der Schicht. Zusätzlich zum Lohn gab es „akzisefreien Trinkbrantwein“ für unter- und über-Tage-Beschäftigte. Durch die monatliche Zuteilung blieb oft Schnaps übrig und es entstanden Umnutzungsideen als allgemeingültiges Tauschmittel, Reiniger oder zum Ansetzen von Likören.

In eigenen Läden der Handelsorganisation (HO) Wismut kauften die Arbeitenden günstiger und privilegiert ein. Besondere Nahrungs- und Genussmittel, hochwertige Waren oder Importgüter waren bei der Wismut seltener Mangelware.
Auch eigene gastronomische Angebote wurden von der HO Wismut betrieben. Egal ob Schichtwechsel an der Rädlbar (dem eigenen Food-Truck der Wismut) oder Geburtstagsrunde im Bergarbeiterkulturhaus, die Qualität war meist höher als im Rest der Region.

Viele Wismut-Familien fuhren, oft mehrfach jährlich, in eins der eigenen Ferienheime der IG Wismut.
Für eine Reise beantragten die Kumpel Ferienschecks. Zwischen Erhalt von Arbeitskraft, der Bindung an den Betrieb und der politischen Einflussnahme blieb auch Zeit für Spaziergänge, Gastronomiebesuche, Badespaß – für Kinder und Jugendliche gab es eigene Sommer- und Winterferienlager.

Das sagen unsere Zeitzeug:innen:

Bärbel Hofmann

Bärbel Hofmann berichtet von den finanziellen Vorteilen der Wismut und der besonderen Versorgung ihrer Beschäftigten. Lohn, Prämien und betriebliche Leistungen prägten den Wohlstand.

Bernd Just

Bernd Just berichtet von gutem Verdienst, Rente, Treueprämien und den Möglichkeiten, die ein Wismut-Einkommen eröffnete. Auch Reisen und besondere Erfahrungen gehörten zu dieser materiellen Lebenswelt.

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Enrico Richter

Enrico Richter berichtet von der Wismut als Träger- und Anstellungsbetrieb des Leistungssports. Sportförderung, Trainingsmöglichkeiten, Vorbilder und die besondere Einbindung von Sportlerinnen und Sportlern verbanden berufliche Versorgung mit einer eigenen Lebenswelt.

Hans-Georg Kremer

Hans-Georg Kremer berichtet von Sport- und Freizeitangeboten im Wismut-Umfeld, die Teil der besonderen betrieblichen Leistungen und der Versorgung waren.

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Heiko Hoffmann

Heiko Hoffmann erinnert sich an die materiellen Vorteile der Wismut, an Urlaub, Vergünstigungen und die besondere Versorgung. Diese Leistungen und die damit verbundenen Erfahrungen prägten den Wohlstand und die Bindung vieler Beschäftigter an den Betrieb.

Krimhild Leutloff

Krimhild Leutloff beschreibt, wie stark die Wismut die Region wirtschaftlich geprägt und viele Beschäftigte finanziell abgesichert hatte. Die daraus entstandene materielle Prägung wirkt in den Erinnerungen an die Wismut bis heute nach.

Robert Schmidl

Robert Schmidl beschreibt die materielle Absicherung von Wismut-Familien und die Unterschiede zu Menschen außerhalb des Betriebs. Einkommen und Beschäftigung beider Eltern konnten den Wohlstand deutlich verbessern.

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Rüdiger Klotz

Rüdiger Klotz berichtet von den materiellen Vorteilen der Wismut und davon, dass Parteizugehörigkeit den Zugang zu manchen Privilegien beeinflussen konnte.