Heiko Hoffmann

Lebenslauf
Der gebürtiger Geraer Heiko Hoffmann und kennt die „frühe Wismut“ aus Erzählungen seines Vaters – er und seine Brüder gehen auch in den Uranbergbau. Als Schlosser bzw. Instandhaltungsmechaniker arbeitet er viele Jahre unter Tage.1991 scheidet er aus der Wismut aus – doch wäre gern noch geblieben!
Gesamtinterview
In Gera-Langenberg. Mutti, Vati und vier Geschwister.
In einem Neubaublock damals. Die ersten drei Jahre war ich in Alt-Bieblach, Dr.
Neubauer-Straße. Und 1968 sind wir nach Langenberg gezogen, wo dann das Gebiet gebaut worden ist. Neubau-Viertel.
Und hab eigentlich, wie sagt man, eine gute Kindheit durchlebt und mitgemacht. Mein Vati war auch bei der Wismut.
Hat im Erzgebirge gelernt und in Breitenbrunn studiert. In den ersten Jahren war er im Erzgebirge, in Marienberg auf dem Schacht.
Und dann in den 1960er-Jahren, wo es dann hier losging, im Ronneburger Raum, Revier, ist er nach Ronneburg versetzt worden. Und dadurch ist er auch vom Erzgebirge nach Gera gezogen, 1964, mit meinen größeren drei Geschwistern.
Und dann hat er den Schacht Paitzdorf mit eröffnet. Kann man sagen, ungefähr 1964.
Ich bin 1965 geboren und dann meine kleine Schwester
1970 und 1968 sind wir nach Langenberg gezogen, weil wir dann eine größere Wohnung brauchten, wegen der fünf Kinder. Die Schulzeit lief gut ab, von 1972 bis 1982, zehn Klassen POS, also Polytechnische Oberschule hieß das.
Und, na, durch die Wismut. Entweder durch meinen Vater erstmal, der ist bei der Wismut gewesen.
Mein großer Bruder war bei der Wismut. Auch unter Tage, Schlosser.
Mein mittlerer Bruder war auch bei der Wismut. Über Tage, Schlosser in Seelingstädt, also in Zwirtzschen bei Seelingstädt.
Und dadurch kommt man eben rein durch die Eltern oder durch den Vater. Meine Mutti war Hausfrau. Also zu Hause,Hausfrau sagt man.
Hatte fünf Kinder zu versorgen. Und die ist ja noch vor dem Krieg geboren, meine Mutti und mein Vati ja auch.
Damals gab es bloß acht Klassen. Zum Krieg herum gab es bloß acht Klassen. Es
gab keine neunte und zehnte Klasse. Mein Vati hat das dann später nachgemacht. ist wie jetzt Abitur oder sowas, hat
s nachgemacht und dann Ingenieur gemacht in Breitenbrunn. Und meine Mutti hat dann keinen Beruf gelernt.
Also die war dann im Erzgebirge noch beim Bauern, sag ich mal,
also auf der LPG, beim Großbauern auf der LPG und hat dort mitgeholfen. Und dann durch die fünf Kinder, hat auch keinen Beruf gelernt und war zu Hause Hausfrau.
Und mit dem Geld sind wir über die Runden gekommen. Mein Vater war bei der Wismut. Die haben gut verdient.
Da bräuchte meine Mutti, also finanziell, war da mit dem Hausfrausein Gang und Gäbe. ALso nicht Gang und Gäbe, haben auch ganz viele Frauen zu DDR-Zeiten gearbeitet und hatten einen Beruf gehabt.
Aber meine Mutti brauchte das eben nicht. Hat sich zu Hause um die fünf Kinder gekümmert im Haushalt. Ja.
Nein, ich blieb in Gera-Langenberg wohnen und habe gelernt in Schlema, das heißt jetzt wieder Bad Schlema, das ist eine kleine Ortschaft zwischen Aue und Schneeberg. Ich habe in Schlema gelernt, zum 1.09.1982.
Dort war ein Internat, wir hatten drei große Internats gehabt in Schlema. Eins steht noch, zwei haben sie jetzt schon wieder weggerissen. Und
du warst dort eineinhalb Jahre im Internat. Die Lehrzeit betrug zwei Jahre.
Eineinhalb Jahre waren wir in Schlemer und das letzte halbe Jahr waren wir dann hier auf dem Schacht in Paitzdorf. Balkon gab es nicht, nein. Das
waren Zwei-Bett-Zimmer, da waren immer zwei Mann im Zimmer. Zwei Schränke drinnen, Kleiderschränke, zwei Betten, ein Schreibtisch, Stühle dazu.
Und kleine, wie sagt man, Nachtschränke und sowas. Ne, wie Lehrlingswohnheim eben, spontan.
Ja, war sogar einer bei uns, bei mir aus der Klasse. Mario Gensler hieß der.
War bei mir sogar aus der Klasse, der hat auch Schlosser gelernt. Wir waren insgesamt, von Langenberg waren wir zehn Mann in Schlema gewesen. Waren
alles Schlosser, also Instandhaltungsmechaniker hieß der Beruf direkt. Ja, der war ja bei mir aus der Klasse, der war von der zweiten Klasse bis zur zehnten bei mir in der Klasse. Ja,
die waren aus der Parallelklasse. Wir waren in vier Klassen. Und von den vier Klassen, die waren eben
dann bloß im anderen Lehrlingswohnheim. Das war ja gleich nebenan oder im Nachbarraum oder in der anderen Klasse, je nachdem.
Wir waren dann in verschiedenen Klassen aufgeteilt.
Oben waren mehrere Klassen,
weil alle Langberger sind nicht nach Paitzdorf gekommen, sondern es gab mehrere Schächte hier im Thüringer Raum, sag
ich mal, wie Beerwalde, Korbußen, Reust, Schmirchau, Drosen
und jeder hat eben auf einer anderen Schacht gelernt
und die Schächte hatten aber nur eine Berufsschule, immer in Schlema gewesen. Jetzt
hier in Tinz waren die anderen Berufsschule für die Hauer, für die Bergleute,
was jetzt das Florentin ist, das große
Und gegenüber sind jetzt die Neue Schule und die Alte Schule, die Bergbau-Schule. Das war früher die Betriebsküche von hier, von den Lehrlingen, von den Wismut-Lehrlingen.
Und daneben die Turnhalle, die steht noch. Die Schwimmhalle ist jetzt weggerissen.
Die Turnhalle steht noch, die Berufsschule steht noch, also die Neue und die Alte. Die Neue ist dann erst gebaut worden in den 1980er Jahren.
Und daneben steht noch die alte, Richtung Feuerwehr, die alte Berufsschule. Da wird aber weniger drinnen unterrichtet.
Ich denke mal alles, in der Neuen wird jetzt drinnen unterrichtet. Die heißt jetzt glaube ich SBB oder so ähnlich.SBBS heißt die jetzt, die Große, die Neue.
Und was jetzt da in [???] ist, war früher die Bergbauküche, also wo alle Lehrlinge dort gegessen haben. In dem Lehrlingswohnheim waren 800 Lehrlinge drin, was jetzt Florentin ist.
Und wir oben, wir waren auch viele Lehrlinge. Die kamen aus der halben, sag ich mal, Republik, aus der Thüringen und Sachsen her. Oben in Schlema.
Wurden alle Berufe ausgebildet für unter Tage. Geologen, Markscheider, Lokfahrer, sag ich mal, Maurer, Tischler, alle Nebenberufe. Und die ganzen Bergmänner selber, die Hauer, die wurden hier in Gera ausgebildet, in Tinz.
Im ersten Jahr im Internat 2 und im letzten halben Jahr, also im dritten Halbjahr, Internat 3. Das war unterhalb. Es war also großes Betriebsgelände. Und Internat 1
war ich nicht drinnen. Das war oberhalb vom Gummibahnhof.
Da oben ist ein Busplatz, der heißt “Gummibahnhof”, in Schlema, weil da die Busse halten und die haben Gummireifen. Das ist “Gummibahnhof”, das ist eben ein Begriff.
Hier gab es auch einen großen Bahnhof in Zwirtzschen, wo alle Busse gehalten haben,
von allen Bussen von der Region, die dort hingefahren sind, dort umgestiegen,
von dort aus bist du eben auf die Schächte gefahren, auf den Bergbaubetrieben. Wurde sehr gut organisiert, damals mit den Bussen, hat super geklappt. Erstmal noch zu Hause bis 1990
und dann habe ich über die Wismut, war eine Wohnungsbaugesellschaft, die hieß Glückauf, die gibt es jetzt immer noch. Da habe ich dann eine Wohnung auch wieder gekriegt, in Langenberg in der Steinbergstraße, 1990.
Und dort bin ich dann mit meiner Frau eingezogen. Auch oben im Erzgebirge wieder, auch in Sachsen.
Am 16.07.1988 in Lindenau am Forstteich. Das ist bei Schneeberg. Es ist ein Teich mit einem Zeltplatz.
Da waren wir viel zelten waren, als Jugendliche. Und ich hatte auch schon ein Auto gehabt, einen Trabant. Da sind wir eben viel, was so möglich war, rumgefahren und
waren zelten. Mit mehreren Kollegen, Freunden von mir, sag ich mal, oder von uns.
Von Langenberg. Klassenkameraden oder ehemalige Schulfreunde, hatten mehrere.
Da das Geld bei der Wismut gestimmt hatte, hatten wir ein Bisschen mehr. Da konnten wir uns auch ein Auto leisten, wenn man eins gekriegt hat. Zwar
gebraucht, aber ist gefahren. Und da waren wir ja auch meistens, ins Ausland durften wir ja nicht ganz so sehr reisen, wissen Sie ja selber.
Und da haben wir uns hier Urlaubsziele in der DDR gesucht. Da waren wir eben viel zelten, weil es preiswert war.
Weniger, dann mehr zu Betriebsfeiern und sowas. Zu Betriebsfeiern.
Weil die Leute, die bei uns in der Brigade waren, die waren aus dem halben Vogtland und Thüringen. Die kamen überall her. Die Einzugsgebiete, die waren eben recht groß.
Die waren eben bei mir in der Brigade mit drin,
war mein großer Bruder, der Wolfgang, und noch einer von Langenberg, der Knut [...] war noch. Das waren die einzigen zwei, die bei uns aus Langenberg in der Brigade waren.
In der Brigade waren wir zwölf Mann
und der Brigadier war der 13. und da haben wir drei Schichten gemacht und in jeder Schicht ungefähr waren vier Mann.
Außerhalb, in der Freizeit haben wir uns mit den Kollegen wenig getroffen. Unser Brigadier kam aus Greiz, viele unten aus Seelingstädt, Teichwolframsdorf.
Zwei kamen aus Altenburg, aus der Brigade. War also von weitläufig überall zusammengewürfelter Haufen.
Das Einzugsgebiet von der Wismut war eben sehr groß. Welche kamen aus Plauen hochgefahren, welche aus Greiz, welche aus Schleiz.
Hier Eisenberg, war sehr viel mit Eisenberg und Zeitz. Die Busse von Eisenberg und Zeitz, die haben die Langenberger mitgenommen, dann in der Mittel- und Nachtschicht.
Und Frühschicht hat dann Langenberg selber drei Busse gehabt.
Die hatten ja einen eigenen Transportbetrieb gehabt, die Wismut,
der war TB, dann schon TB, also Thomas Bernd,
TB, Transportbetrieb. Wir haben immer gesagt “Tausend Bekloppte”, aber das war so ein Nebenbegriff. TB war Transportbetrieb.
Die hatten einen eigenen Fuhrbetrieb gehabt mit Bussen, LKWs, Bagger, alles. Transportbetrieb. Ja, und das hat immer ganz gut geklappt.
Ja. Die waren pünktlich und sind gefahren bei Wind und Wetter.
Und da kam auch früh um 3 Uhr der Schneepflug. Wenn es in der Nacht geschneit hat, kam früh um 3 Uhr der Schneepflug und hat die Straße geräumt, dass früh um 5 Uhr der Bus fuhr.
Oder halb 5 Uhr sogar fuhr der Bus bei uns. Und die sind ja, wenn man so die Landkarten nimmt, die kamen überall her und die mussten doch früh pünktlich sein.
In Langenberg sind früh die drei Busse, einer ist 5 vor halb 5 gefahren, einer halb 5 und einer 5 nach halb 5.
Es gab extra eine Haltestelle in Langenberg
beim Lidl gegenüber, war unsere Haltestelle von der Wismut. Wir hatten extra eine Haltestelle gehabt, war ein Haltestellenschild mit W.H. drauf,
oder Wismut war drauf. Und es hat geklappt.
Du hattest eine Vorlage gehabt, wie einen Betriebsausweis und damit konntest du überall hinfahren, mit dem Dings. Und der hat hier gegolten, im Thüringer Raum, sag ich mal oder Ronneburger Raum, Thüringer Raum und auch oben im Erzgebirge. Also
der Zentrale im Erzgebirge ist Schlema gewesen. Schlema, Aue, Schneeberg, Schwarzenberg.
Und dann in der Lehre, in der Klasse drinnen, in der Lehrlingsklasse sag ich mal, waren auch welche aus dem Erzgebirge mit dabei, die dann im Erzgebirge auf die Schächte gegangen sind,
wie in Böhla, wo jetzt noch das Besucherbergwerk ist, wo jetzt immer Mettenschicht ist.
Von dort hatten wir auch jemanden gehabt aus Böhla,
also das ist bei Schwarzenberg, welche aus Schneeberg, welche aus Aue kamen, welche. In der Klasse drin, also waren ungefähr 25 Mann in der Klasse, wie jetzt ungefähr in der Lehrlingsklasse.
Und die Ausbildung war auch sehr gut. Unsere Lehrer, die waren Wismut-Leute auch.
Unser Sportlehrer, der kam von Wismut Aue, der war Handballer, ein Schrank - zwei Meter noch was hoch. Große Hände. Und da war eben Respekt.
Und der andere Sportlehrer, der war Judoka. Und so alles, die Lehrer und die Ausbildung war wirklich... sehr gut und umfangreich
wurde auch alles ausgebildet. Dort war extra, wie sagt man, Kabinett sagt man jetzt dazu.
Eine Schmiede war drinnen, ein Hydraulik-Kabinett, Pneumatik, also es hat Luft, Luft ist Pneumatik. Hydraulik ist alles mit Öl. Rohrleitungs
Kabinett, wo man Gewinde schneiden lernt oder eine Rohrleitung verlegt,
mit Wasserhähnen, alles sowas. Blechbearbeitung, wo man nur aus Blech Schränke Pfeilen. Schweißkabinett.
baut, Feilen, Schweißerkabinett, alles mögliche, was zur praktischen Ausbildung ist. In Aue selber waren wir auch zur praktischen Ausbildung als Lehrlinge.
Das hieß BBA Aue, Bergbauausrüstung Aue. Da wurden alle Maschinen für unter Tage produziert. Im
Lizenzbau von der Sowjetunion. Die meisten Maschinen kamen aus der Sowjetunion und wurden dann in Deutschland oder im Erzgebirge in Aue auf Lizenzbau, also nachgebaut.
Weil eben dann Maschinen gebraucht worden
sind für die ganzen Bergbaubetriebe hier im Ronneburger Raum und im Erzgebirge. Nein, weil wo SDAG davor stand, war keine Materialknappheit, wie zu DDR-Zeiten in VEB-Betrieben.
Und Geld spielte da sowieso keine Rolle, weil der große Bruder da war, der Russe,
sag ich mal. Und da kam, war Geld keine Rolle
und Material war da auch, bei Materialbeschaffung und Rohstoff war da auch keine, kein Mangel, da wurde eben, die brauchten eben, die Sowjetunion brauchte eben das Uran wegen der Atombombe
und da wurde alles dran gesetzt,
dass da kein, dass da eben kein Mangel besteht. Die DDR war ja der drittgrößte Uranproduzent der Welt, war bis 1990 oder bis 1991 jetzt. Und die
Wismut, die Gebiete waren eingezäunt, jedenfalls die Schächte waren eingezäunt
und wurden noch von den Russen, also von den sowjetischen Soldaten bewacht.
Gerade mal hier war kein Zaun ringsum,
die Lehrlingswohnheime konnten sie ja nicht einzäunen, das ging nicht.Das ging eigentlich in Schlema oben auch nicht. Aber die Betriebe selber, die Schächte, die Bergbaubetriebe, die waren eingezäunt.
Auch auf dem Schacht oben. Wir waren dann auch für die praktische Ausbildung, also für unter Tage eingeteilt, da durften wir dann auch in Aue einfahren, auf den Schacht Alberoda.
Das ist ein Schacht bei Aue, auf der 366. Damit wir wissen, wie es unter Tage aussieht.
Wir wurden unter Tage als Lehrlinge ausgebildet und da waren wir auf 2000 Meter unten. Also das ist ganz schön tief.
Und die Ausbildung war eigentlich gut, finde ich mal. Wir wurden überall mit reingefuchst.
Praktische Ausbildung in Aue unten, BWR Aue, wo die Maschinen produziert worden sind. Und direkt unter Tage waren wir in Alberoda auf dem Schacht 366. Da würden wir
auch mal Unter-Tage-Luft schnuppern, weil das war ja dann unser späterer Arbeitsplatz. Da würden wir auch mal sehen, wie es im Erzgebirge unter Tage aussieht.
Weil hier im Ronneburger Raum waren wir ungefähr bis 570m, war die tiefste Sohle ungefähr. Ein mulmiges Gefühl erst mal, wie wenn ein Fahrstuhl nach unten geht.
Und das ziemlich schnell. Die fahren mit 9,6 Meter pro Sekunde hier.
Das ist fast Fallgeschwindigkeit. Also schneller wie jetzt die Fahrstühle, wenn man jetzt irgendwo ist.
Wenn man jetzt in Berlin ist, im Sony Center, die sagen ja auch:, der schnellste Fahrstuhl! Stimmt nicht.
Die Wismut ist schneller gefahren. Je schneller man unten ist, desto mehr Zeit hat man zum Arbeiten. Und wieder hoch.
Und genauso auch das Material von unten. Das Gestein muss ja auch nach oben befördert werden.
Und wenn dann so ein Fahrstuhl langsam fährt, wie jetzt hier irgendwo in einem Hotel, das dauert ja ewig. Deswegen wird ziemlich... sämtliche Fahrstühle oder Förderkörbe bei der Wismut sind schneller wie der Fahrstuhl im Sony Center in Berlin. Es
erzählt uns aber keiner in Berlin, dass wir noch schneller waren. Ja, ist so.
Die sagen hier, der schnellste Fahrstuhl, oder wenn du irgendwo in den USA bist, irgendwo so ein Wolkenkratzer, sind trotzdem langsamer gewesen als unsere Fahrstühle in Dings. Ja, erstmal ist das mulmig, das Gefühl, klar.
Und bevor wir das erste Mal unter Tage einfahren durften, mussten wir 17, das weiß ich noch, 17 Unterschriften haben. Das musste abgesichert sein.
Also Sicherheit war wirklich oberstes Gebot, dass nichts passiert ist. Sicherheit ist wirklich das A und O gewesen.
Trotzdem ist viel passiert, ja nu, ist klar. Wir hatten pro Schacht... Mein Vater war ein hohes Tier bei der Wismut.
Der war auch bei der Grubenwehr. Die Grubenwehr ist die Feuerwehr unter Tage. Der hatte auch das
Bergbauzeichen drauf und einen roten Strich am Helm. Das ist die Grubenwehr. Und dadurch weiß ich, weil er bei der Grubenwehr in Paitzdorf war und auch in Schmirchau mit eingesetzt worden ist als Grubenwehr-Chef, es gab auch Unfälle unter Tage.
Das wurde aber nicht öffentlich in der Tagesschau, im Neuen Deutschland oder in den Nachrichten im Fernsehen verbreitet. Es durfte eben nicht, weil es eben geheim war. Manche
Sachen, wir hatten pro Schacht pro Jahr einen Toten, hatten wir gehabt, ungefähr. Durfte aber nicht gesagt werden, es war eben totgeschwiegen, weil es ein russischer Betrieb war und der Russe hat eben das Sagen gehabt, also der Sowjet. Auf jedem Schacht gab es einen russischen Direktor.
Als Ersten, und der Zweite war ein deutscher Direktor. Da hieß es bei uns Manfred [...] in Paitzdorf.
Ja, ob es schön war. Wir hatten Arbeit, wir hatten zu tun. Und das Geld hat eben gelockt.
Das Geld gelockt. Und der Urlaub. 37 Tage Urlaub.
Jedes Jahr Urlaubsplatz. Vergünstigungen gab es schon.
Viele Urlaubsplätze. Ich musste nicht so lange auf dein Auto warten.
Nach sechs Jahren hat mein Vater einen Wartburg gekriegt. Jedes Jahr Urlaubsplatz.
Ich war siebenmal in Zinnowitz an der Ostsee. Also auf Insel Usedom ist das.
Wenn man dann im Urlaub in Zinnowitz war und Kollegen getroffen hat: Glück auf, Glück auf, Glück auf, war die Hälfte in Zinnowitz waren Wismuter. In dem Neuen war man, das heißt jetzt Baltic, so hieß es früher “Roter Oktober”.
Der erste vorne links ist die “Freundschaft”,
rechts ist “Otto Grotewohl”, so hieß das Ferienheim. Die heißen jetzt wahrscheinlich anders, wurden wieder umbenannt, denke ich mal.
In der “Freundschaft” waren wir viel, im “Otto Grotewohl” waren wir. Also in Zinnowitz war ich mehr. Für die Wismut-Leute wurde viel gemacht, weil es ein sowjetischer Betrieb
war. Und auch die Versorgung war anders. Es
gab einen Wismut-Handel, hieß W.H. Wismut-Handel.
Das war hier an der Gagarinstraße,
wo links ist jetzt die Stadtverwaltung oder irgend noch was drinnen.
Und da gegenüber waren Geschäfte, da
ist jetzt so ein Bettenlager drinnen,
war früher der Wismut-Handel. Und da durftest du als Wismut-Angehöriger dort einkaufen und da war eben die Verpflegung oder die Versorgung besser gestellt, wie im normalen Konsum.
Da gab es Bettwäsche extra oder Handtücher oder Geschirr und auch Lebensmittel. Oder mal eine Lederjacke oder Lederturnschuhe oder sowas.
Wurde eben besser. Die wollten eben viele Leute zur Wismut ziehen. Ja, wenn man Glück hatte, eine Fahrerlaubnis zu machen.
und ein bisschen Kleingeld hatte, konnte man sich auch mal ein Motorrad leisten oder wenn man eins bekommen hat im Fachhandel. Meistens, wenn man kein Neues bekommen hat, hat man versucht, eins gebraucht zu kaufen, irgendwo.
Ich hatte eins dann von jemandem abgekauft, einen Moped, einen
Star, 1980, wo ich dann 15 war. Hatte
ein bisschen Taschengeld gehabt von der Jugendweihe, von der Oma und dem Opa. Also das ist ein Moped, ein Star.
Wie jetzt ein S50 sowas. Der Vorgänger vom S50, sag ich mal.
Und Auto konntest du dann, wenn du Geld hättest gebraucht, kaufen. Und Glück hatte ich, mit der Fahrleistung konnte man das über die GST machen.
Das hieß Gesellschaft für Sport und Technik, GST. Es war eine Vereinigung, wie sagt man. Wurde alles vom Staat her,
wie die FDJ, GST,
Gesellschaft für Sport und Technik,
und die haben auch Fahrerlaubnis angeboten.
Und wenn man da, die meisten Jungs waren in der GST
drinnen, oder es war von oben her bestimmt, über die Schule, und wenn man sich dort gleich angemeldet hat, konnte man da über die GST die Fahrerlaubnis machen. Moped, Motorrad oder Auto. Und auch LKW.
Mädels waren beim Moped mit dabei. Beim Moped waren wir noch gerade 15. Da waren wir
in der neunten Klasse, sag ich mal, und da brauchte man noch ein Einverständnis von Lehrern. Man musste noch der Klassenlehrer unterschreiben, damit auch alles in der Klasse, damit du auch ordentlich warst.
Und wenn du eben böse warst, hast du eben keine Unterschrift vom Lehrer gekriegt, konntest du keine Moped-Fahrerlaubnis machen. Das war eben so, eben bestimmt.
Aber ich habe das gekriegt von der Frau Schmidt, der Klassenlehrerin, die
Unterschrift. Und da waren wir viele und haben die bei der GST in Caaschwitz gemacht, beim Ziegelwerk, die Moped.
Und dann die Lkw-Fahrerlebnis hatte ich, was heißt Glück, weil,
auch über die GST, aber das ging dann über die Wismut.
Ich war ja dann Lehrling schon in Schlemer gewesen
und dort gleich angemeldet, auch mit dem Auto angemeldet
und auch angemeldet wegen der
Fahrerlaubnis. Und ich dachte, naja, “Wir haben noch freie Plätze dort und dort.” Und da konnte ich das dann, wo ich dann hier wieder in Gera war, im letzten halben Jahr vom Lehrling, konnte ich das dann hier in Gera machen.
Gemeinsam mal zur Disco gehen, mal in Urlaub fahren,
im Garten mal feiern, mal Roster
braten. Dann Sport war eigentlich auch, ich viel kegeln und Tischtennis spielen. Tischtennis
und Kegeln habe ich gemacht. Kegeln ging über Sportverein Langenberg, ging das. Sportverein Langberg
und Tischtennis ging auch über den Sportverein Langberg. Das hieß noch Aros Langberg.
Aros Langberg und dann SV oder Sero Langberg. Aros hieß Altrohstoffe und Sero hieß dann Sekundärrohstoffe.
Und ganz früh hieß es Traktor Langenberg, noch in der Anfangszeit. Da habe ich gekegelt und Tischtennis gespielt.
Da waren wir auch viel unterwegs zu Turnieren und Kreismeisterschaften und sowas. Also durfte ich mit, sozusagen.
Für die Wismut gab es auch Sport. SG Wismut hieß das damals.
Oder wie Wismut Gera war Fußball ganz stark und Boxen war Wismut Gera ganz stark. Fußball, Wismut Gera, Wismut Aue war Fußball ganz stark und Boxen. Das haben wir uns mal als Jugendliche angeguckt.
Da gab es noch die alte Panndorfhalle
Dort war das immer von den Wismut-Boxern drin. Wo jetzt der Hofwiesenpark ist, stand für die alte Panndorfhalle Dort wurde immer von den Wismut geboxt.
Das sind wir mal hingegangen und angeguckt. Und sonst so. Ja.
Und Sport hat man als Lehrling viel in Aue gehabt, wo jetzt Wismut Aue spielt. Die Fußballer dort, in dem Stadion, hat man immer Schulsport gehabt.
War nicht weit von… Schlema und Aue, das sind drei Kilometer höchstens. Dort hat man meistens Sport gehabt, auch Sportfeste hat man in Wismut Aue gehabt, in dem großen Stadion.
Weil wir ja auch Wismuter waren, das Stadion war ja betriebseigen, sozusagen. Ja, schwer zu sagen. Es gab damals auch so eine Berufsbildungsgruppe, in Gera, eine Berufsbildungsmesse. Da waren
wir auch gewesen als Schüler, sag ich mal, und dort informiert und ringsherum. Und dann hat man sich ja auch immer mit Klassenkameraden anhalten.
Was willst du werden? Was machst du? Wo gehst du hin?
Und da hatten wir uns eben ringsherum, viele Kollegen eben: Wir gehen eben zur Wismut. Da kriegt man gut Geld. Hatten
wir zwar später drei Schichten, aber das war ja nicht so schlimm, als Jugendlicher. Ging ja noch. Aber so, warum ja,
da müsste ich mal fragen Der
wohnt in Seelingstädt da vorne. Und die anderen Kollegen, die mit mir in Schlema waren, zehn Mann waren wir von Langenberg, die hatten ihren Eltern auch alle bei der Wismut da.
Viele….Der Vater, der war bei der Wismut-Polizei. Es gab extra eine Wismut-Polizei. Von den deutschen her, von der
ostdeutschen her.
Und die Eltern waren auch meistens bei der Wismut. Und dadurch sind die Kinder auch dahin gekommen. Ja.
Meine kleine Schwester war auch in Paitzdorf. Die war auch über Tage, im Lohnbüro, sag ich mal.
War ja auch viel über Tage. Wir waren ungefähr 3.000 Mann.
Zwischen 2.500 bis 3.000 Mann.
Kann man sagen, 1.000 Mann über Tage.. Und der Rest war unter Tage. Auf jeden Schacht.
Ob es im Paitzdorf war oder in Reust, in Schmirchau, in Lichtenberg, in Korbußen, in Beerwalde, in Drosen. Schön und rau. Ja, schön, schon.
Es gab nicht so eine Ellbogengesellschaft wie jetzt. Wo jetzt jeder denkt, er muss Bester sein.
Das unter Tage war eben ein super
Arbeitsklima, weil wir saßen alle in einem Boot. Du konntest dich nicht selber, du musstest deinen Kollegen mithelfen, weil sonst wärst du auch… …und unter Tage wurde jeder mit “Du” angeredet.
Egal, wer unter Tage war. Ob es der Betriebsdirektor war oder der Parteisekretär oder der FDJ-Sekretär. Da wurden alle mit “Du” angeredet. In den
unteren Tagen gab es kein “Sie”: Man sagt, du komm mal mit her, helf mal mit. Zack, zack.
Weil wir saßen alle in einem Boot. Da war es ja in 500 Meter Tiefe. Da warst du auf die anderen ja
auch angewiesen, sag ich mal. Du kannst ja nicht selber irgendwas stures machen. Nein, schön
wars schon, klar, raues Klima, aber trotzdem, wie sagt man, freundliches. Also, raues, freundliches Klima.
Aber jedenfalls nicht so eine Ellenbogengesellschaft wie jetzt oder wie beim Kapitalismus jetzt eben gang und gäbe ist, sag ich mal. Und auch dann
waren auch viele Betriebsfeiern mal angesetzt,
vom Betrieb selber oder von der Brigade, mal eine Brigadeausfahrt haben wir gemacht ins Erzgebirge, da mal hin, das Wochenende oder so Ausfahrten. Und auch so Betriebsfeiern, mal zu Weihnachten oder so.
Die letzten drei Tage vor Weihnachten durfte nicht gesprengt werden. Das war Gesetz, damit nichts vor Weihnachten passiert, weil Weihnachten ist ja heilig bei den Bergleuten.
Und zur letzten Schicht gab es immer die Mettenschicht unter Tage, was man jetzt wieder auflebt im Erzgebirge. Oder wie letztens jetzt die erste Mettenschicht in Gera. Dass die das jetzt auf die Beine gestellt haben, freut mich. Unter
Tage war es ja Gang und Gäbe. Da wurden sich dann unter Tage getroffen in der Steigerstube oder in der Werkstatt, je nachdem, wo der meiste Platz ist.
Und da kamen eben alle Leute zusammen. Ob es die Hauer waren, die Chefs, der Direktor, kamen unten in jedem Bereich, jeder hatte seinen Bereich gehabt, kamen zusammen. Und da gab es was zu essen, was zu trinken. Und da wurde eben nicht gearbeitet, aufgeräumt…. Und drei Tage vor Weihnachten durfte nicht gesprengt werden, damit, wie sagt man, die Weihnachtsruhe eingehalten werden kann. Wir
fangen mal bei der Frühschicht an, halb vier aufstehen früh, Morgentoilette, frühstücken, weil ohne Essen und Trinken geht man früh nicht außer Haus. Hat mein Vater immer gesagt, das macht man eigentlich auch so.
Und dann anziehen und dann zum Bus. Langenberg eingestiegen, bis nach Schmirchau fahren, Busplatz. Dann umsteigen in die anderen Betriebsbusse, die auf die Schächte fahren. Dann waren wir dann so viertel sechs rum auf dem Schacht. Früh, umziehen in die Kaue, erst in die Weißkaue Sachen holen, dann geht man durch die Duschen in die Schwarzkaue, Arbeitssachen holen, dann geht man hoch in die Lampenstube, holt man seine Lampe und einen Retter, so einen Selbstretter hat man unter Tage, der ist sowas wie eine… ein Sauerstoffgerät, wie die Feuerwehr hat, sowas, musste jeder mitnehmen. Es gab verschiedene, polnische und russische. Und dann ist man halb sechs
oben und dann auf der Hängebrücke auf dem Schacht, wo der Förderturm ist und dann geht es nach unter Tagen. Und bevor du zur Weißkaue kommst, kommst du vorne an der Gardine vorbei und holst deinen Frühstücksbeutel ab und Mittagsbeutel, also für die Verpflegung, damit du unter Tage auch was zu essen hast.
Und bevor man dann oben von der Schwarzkaue zur Lampenstube geht, kommst du an der Teeküche vorbei, holst dir eine große Flasche. Da hatte jeder so eine große Trinkflasche. Die machst du dir voll Tee, verschiedene Sorten. Oder Zitronentee, Wasser, andere Teesorten. Damit du unter Tage auch was zu trinken hast. Weil unter Tage gibt's ja keinen Konsum oder keine Imbissbude. Da muss man das Essen mitnehmen und das Trinken. Dann holt man seine Lampe ab. Da hatte jeder seine Nummer. Und dann geht es runter. Da gibt es eine große Tafel, hat man so eine kleine Blechmarke, da hängt man seine Zeug hin, damit man weiß, wer grad unter Tage ist. Damit die oben wissen, der Dispatcher oder die ganzen Verantwortlichen wissen, wer gerade unter Tage ist.
Da gab es eine blaue Marke und eine rote Marke. Die “Seilfahrtsmarke” hießen die. Wenn du in der unter Tage bist, Also die blaue Marke umgegangen, deine Nummer, zack, dann wissen die, aha, die Nummer ist unter Tage. Und wenn du wieder hoch bist, hast du dann deine rote Marke hingegangen, wieder zum Schichtende sozusagen. Ja, und
unter Tage gibt es dann extra nochmal gelbe und schwarze Marken, das sind die Sprengmarken. Wenn du in das Gebiet reingehst, wo gesprengt wird, wo gerade abgebaut wird, und reingehst, dann gibt es nochmal eine große Wandtafel mit kleinen Häkchen drin und dann hängst du wieder deine gelbe oder schwarze Marke hin, die gelbe hängst du hin, wenn du reingehst, Und wenn du aus dem selben Gebiet wieder an derselben Stelle rauskommst, nimmst du die gelbe wieder mit, hängst sie wieder dran. Da hat jeder so einen Karabiner dran gehabt in der Jacke. Und wenn du woanders aus dem Gebiet raus kommst, weil es ja verschieden tiefe Sohlen gibt, hängst du deine schwarze Seilfahrtsmarke da dran, damit die zum Schichtende wissen, der Sprenghauer oder der Sprengmeister zum Schichtende. Aha,
dort hängt die Marke, die haben sich untereinander mit dem Telefon verständigt zum Schichtende. Es sind alle Leute raus aus dem Gebiet, aus dem Sprenggebiet, die können jetzt zum Schichtende sprengen. Sonst durfte nicht gesprengt werden. Und wenn ein Mann drin ist, durfte nicht gesprengt werden. Das haben die rausgekriegt über die Nummern. Die wissen genau, welche Nummer, welcher Mann ist. Und das gab dann Mecker. Und das kann sein, du bist körperlich, es irgendwas passiert oder hast mal keine Luft gekriegt oder bist umgefallen, hast dich verletzt oder Bein gebrochen oder irgendwas kann ja mal passieren. Und ein Arbeitskollege ist nicht gerade bei dir in der Nähe. Aber meistens durftest du sowieso nicht alleine arbeiten, immer zu zweit. Wenn was passiert, du kannst ja dir schlecht selber helfen. Meistens immer zu zweit oder zu dritt bist du unter Tage. Selten alleine. Ist auch schon mal vorgekommen, selten alleine, aber da musst du dich alle paar Stunden oben melden, telefonisch beim Dispatcher,
dass du noch lebst, sage ich mal, oder noch ein Lebenszeichen von dir gibst. Nicht, dass sie dich vermissen und dann senden die die Grubenwehr raus und alles mögliche. Und dann dürften nicht gesprengt werden, zum Schichtende. Das ist ja dann auch ein Manko. Wenn nichts rauskommt zum Schichtende, das gibt ja kräftig Mecker oben in der, beim Betriebsdirektor oder noch mehr, wenn nichts gefördert wird. Ja.
Schön war es schon unter Tage. Was jetzt schön ist, war auch gefährlich, ja. Aber du konntest eben damit, wie sagt man, zurechtkommen. Dann hast du umgezogen, geduscht, umgezogen. Dann warst du dort noch Mittagessen, hattest eine große Kantine und einen Speisesaal, dann heim gefahren. Entweder hast du dich dann mit deinen Freunden getroffen oder hast was im Garten gemacht, je nachdem. Oder - wiir hatten früher eine Ofenheizung, da hast du Kohlen geschippt. Wir hatten keine Zentralheizung, wie jetzt überall, wo man das nur aufdreht. Wir hatten einen Ofenheizung, einen Kachelofen. Und im Sommer bist du dann nochmal baden gefahren oder sonst wo hin, nach Aga oder ins Langenberger, ins Freibad. Da hatten wir noch ein Waldbad in Langenberg. Das ist jetzt zugeschüttet. Oder
hatte sich getroffen mit Freunden oder Schulkameraden. Nee, ich wollte dort wohnen bleiben, weil die ganzen Freunde ringsum sind. Und alten Klassenkameraden noch.
Und da wir noch einen großen Garten haben von knapp 1.000 Quadratmetern. Dann war manchmal auch Garten angesagt, sag ich mal. Was zu tun, was zu machen.
Mein Vater hatte den gekauft, im Grundstück, 1973.
Und da hatten wir immer viel zu tun. Bungalow hingebaut. Dort haben wir auch meistens Geburtstag gefeiert, weil wir eine große Familie sind. Geburtstag gefeiert oder im Sommer.. Wochenende mal Roster gebraten, sonnabends.
Wenn nicht gerade Disko war oder Tanz. Meistens war ja Freitag immer Disco. Jede Woche war ja immer überall Disco, Freitag und Sonnabend war Tanz gewesen. Gab es noch mehrere, wie sagt man, Veranstaltungsmöglichkeiten. Ob es in Köstritz war, in Aga, in Söllmnitz beim alten Bahnhof, in Lumpzig. Wir waren noch drüben im Erbgericht in Oberndorf, hier Kraftsdorf. Da war eigentlich überall was los gewesen. War in Roben, Tanz, Disco, in Köstritz im Goldenen Löwen. Das ist jetzt noch ein Hotel. Langenberg selber, das Hemmschuh, das “Clubhaus der Aktivisten” hieß das damals. Das gibt's noch, ist aber ein Privatbesitz, hat jemand gekauft, auch ein Klassenkamerad von mir.
Da gab es also viele Veranstaltungsmöglichkeiten. Oder man ist mal reingegangen ins HDK, Haus der Kultur heißt das jetzt. KuK heißt das jetzt. Kultur und Kongresszentrum. Entschuldigung. Hieß früher HDK, Haus der Kultur. Da waren immer Veranstaltungen oder Tanz, wenn
man da mal Karten bekommen hat. Dann kam schon Bowling auf. Da gab es im HDK noch eine Bowlingbahn unten drinnen, parterre. Da ist jetzt die Bachgasse und das Elsterforum gebaut worden. Das war früher eine Bowlingbahn. Einmal im Vierteljahr war da eine Terminvorgabe, da musste man sich anstellen und da hatte man mal eine Bowlingbahn gekriegt. Da hatten wir mal ein, zwei Bowling… wenn man mal zwei gekriegt hat, ist gut. Da haben wir alle Kollegen mit eingeladen und Schulfreunde und andere Freunde eingeladen. Da waren wir mal Bowling spielen. Das war auch mal sehr schön. War besser wie Kegeln. Sonnabend, Sonntag und abends. Wenn wir nicht gerade Mittelschicht hatten, ging es Freitag auch zur Disco. Und wenn wir eine Mittelschicht hatten, das war eben schlecht, oder Nachtschicht, da ist man dann Sonnabend zum Tanz gegangen. Sonnabend war meistens Tanz, wie ich schon sagte. In Roben oben, in Aga war was, in Bad Köstritz, in Söllmnitz, das
Kulturhaus Söllmnitz, wo der alte Schmalspurbahnhof damals dort lag, hieß, zum alten Bahnhof Söllmnitz-Gasthaus. Oder ist man reingegangen, nach Gera. Im Wintergarten war viel los. Im
Wintergarten war viel los, ja. Oder im HDK war mal was los. Also man konnte Sonnabend, Sonntag immer mal. Theater gab es mehr in der Schulzeit. War man im Theater drin und gab
es damals so ein Theateranrecht, hieß das. Theateranrecht hieß das. Und da waren wir von der Schule aus immer mal, sag ich mal, einmal im Monat oder einmal im Vierteljahr waren wir im Theater drinnen. Im normalen Theatersaal. Manchmal waren wir auch zum Konzert. Hier haben wir zwei, Konzertsaal und Theatersaal, das Theater. Da waren wir von der Schule aus im Theater. Aber so selber sind wir wenig zur Operette gegangen oder Theater. Aber von der Schule aus, ja, wo wir noch in der POS waren, also Schulzeit, ja. Und als Lehrling bist du wenig ins Theater gegangen. Da warst du dann wirklich zur Disco, sag ich mal, oder zum Tanz gewesen.
Oder es hat irgendwo mal eine Gruppe gespielt, wo du hingehen konntest. Ja. Bei der Wismut gab es mehr Urlaub als in normalen VEB-Betrieben. Und ein bisschen mehr Geld. Ich selber dann... 1989 waren wir in Bad Blankenburg. Bad Blankenburg. Wie
hieß das? Am Goldberg hieß das Hotel. Oder Ferienheim am Goldberg. Ferienheim heißt das, Ferienheim am Goldberg. Hieß alles Ferienheim eigentlich früher. Und das ging auch eigentlich alles über die Wismut und über den Urlaubsbetrieb, sag ich mal, FDGB. Das hieß Freier Deutscher Gewerkschaftsbund, hieß das, FDGB. Das war auch wieder so eine Vereinigung. Und da waren eigentlich fast alle DDR-Bürger dort Mitglied, sag ich mal. Und musstest auch einen Beitrag bezahlen. Jetzt müsste ich gucken. Marken kleben, natürlich Marken kleben, Beitrag bezahlen. Ich weiß nicht wie viel, zwei Euro, also nicht Euro, zwei Mark, vielleicht im Monat oder so, müsste ich jetzt nachgucken. Habe ich jetzt nicht mit, den FDGB… Ich habe noch einen FDGB-Ausweis. Hatte eigentlich fast jeder DDR-Bürger. Hieß Freier Deutscher Gewerkschaftsbund. Und dadurch wurden auch von den ganzen Beiträgen die Fernheime gebaut und unterhalten, dass jeder DDR-Bürger auch mal einen Ferienplatz ergattern
konnte, durfte. Musstest eben bloß beantragen, ist klar, hast nicht von allein gekriegt, musstest beantragen. Und wenn du eben warst, verheiratet mit Kind oder zwei Kinder, da hast du auch mal einen schönen Ferienplatz gekriegt in Oberhof, in Oberwiesenthal, sag ich mal, oder im Harz oder an der Ostsee,
in Warnemünde oder dann auf Usedom oder auf Rügen, in Binz oder so irgendwo. Ja, Kinderferienlager, das haben wir jetzt ganz vergessen anzusprechen, das Thema. Das war auch eine sehr gute Sache eigentlich, dass mit den Kinderferienlagern, das hätten sie eigentlich jetzt beibehalten können. Das gibt es jetzt wieder, aber nicht so in dem Umfang, in dem Maße, wie es früher war, die Kinderferienlager. Da waren wir auch viel, weil wir ja fünf Kinder waren, waren wir “kinderreich”, und ab drei Kindern warst du “kinderreich”. Und hast du wieder andere Ansprüche oder Rechte gehabt, sag ich mal, als kinderreiche Familie wurdest du bevorzugt für die Kinder. Nicht, dass sie den ganzen, da gab's noch acht Wochen Sommerferien bei uns. Jetzt gibt's sechs Wochen, und dafür gab's acht Wochen Sommerferien. Und nicht, dass du sechs Wochen jetzt zu Hause rumhockst, sag ich mal, oder rumgammelst. Wurde das sehr gut organisiert mit den Kinderferienlagern. Wurde nicht nur bei der Wismut, allgemein
alle Betriebe. Jeder Betrieb hat ein Ferienlager gehabt, sage ich mal. Oder mehrere Ferienlager gehabt.
Da gab es ein Kinderferienlager und ein Jugendlager gab’s da, für die etwas älteren Kinder. Ab 8.
Klasse, 9. und 10. Klasse gab es ein Jugendlager.
Ich selber war in Crispendorf gewesen. Das ist hier oben Pößneck, Ziegenrück in der Ecke. In Crispendorf gibt es jetzt noch das Ferienlager. Da fährt auch eine Pioniereisenbahn. Das ist eine Lokomotive von unter Tager mit Anhängern. Fährt da rum als Pioniereisenbahn. Die gibt es jetzt immer noch. Die heißt Crispy, heißt die, glaube ich. In Crispendorf. Dann war ich in Kriebstein, an der Kriebstein-Talsperre. Das ist nördlich von Karl-Marx-Stadt, also von Chemnitz. Kriebstein. Viel war ich dann auch in Rosenthal. Das ist Sächsische Schweiz. Südlich von Königstein, Richtung Tschechengrenze. Bielatal runter, also Rosenthal. Dort ist ein Jugendlager. Und nebenan ist Leupoldishain. Dort ist ein Kinderferienlager. Dort war mein großer Bruder Erzieher meistens gewesen. Leupoldishain ist ein Kinderferienlager von der Wismut. Rosenthal war ich mehrmals gewesen. Und dann in Zinnowitz am Achterwasser hinten. Das ist so ein Binnensee. Da gab
es auch ein Jugendlager von der Wismut. Dort war ich auch gewesen. Am Achterwasser, da fuhr noch ein kleines Schiff dorthin, hieß Libelle, hieß das Schiff. Weiß ich noch. Ja, da waren viele ringsherum, auch von anderen Betrieben, VEB-Betrieben, gab es auch überall Ferienlager. Von [...] weiß ich, da gab es das, oben in Feldberg. Das ist hier bei, nördlich von Magdeburg, an dem See, hat ein Ferienlager, ringsherum, schöne Ferienlager, mit den Geschwistern manchmal und auch viel, und auch von anderen Arbeitskollegen von meinem Vater, davon die Kinder wieder, die man dann auch wieder mit kannte, haben wir uns wieder verabredet, nächstes Jahr treffen wir uns wieder, erster Durchgang, Rosenthal. Ja, ich sag meinem Vater Bescheid, das kriegen wir hin. Zack, und da haben wir uns manchmal von Jahr zu Jahr wieder in den Ferienlagern verabredet. Da gab es noch einen ersten Durchgang, der ging zwei Wochen, zweiter Durchgang, zwei Wochen, dritter Durchgang, Zwei Wochen. Und der erste Durchgang war immer der beste. Irgendwie, weiß ich nicht warum. Der erste Durchgang war immer der beste. Wurden am meisten Veranstaltungen durchgeführt oder
Wanderungen. Der dritte Durchgang war immer nicht so. Wurde immer versucht, im ersten Durchgang, gleich in den ersten zwei Wochen, da was zu machen. Und wird auch viel dort gemacht. In der Sächsischen Schweiz waren wir viel wandern und da machen. Und die Ferienlager, die wurden auch von den Betrieben sehr gut unterhalten und auch verpflegt. Dort haben die extra ein Sommerbad gebaut in Rosenthal. Die Wismut hat extra
in Sommerbad gebaut, nur für die Ferienlager. Auch für die Dorfbewohner, sag ich mal. Aber das hat alles die Wismut bezahlt. Die haben da wirklich Geld investiert, auch in die Infrastruktur.
Die Busse sind hier losgefahren, hinten, wo jetzt Wakos ist. Da war früher die Küche und dahinter ist ein Busplatz. Dort habe ich auch so den Lkw-Fahrerlaubnis gemacht. Dort war der GST stationiert, Gesellschaft für Sport und Technik. Dort habe ich den Lkw-Fahrerlaubnis gemacht und dort sind auch die Busse losgefahren. Dort war ein Busplatz. Dort sind die ganzen Lehrlinge losgefahren von dem Lehrlingswohnheim, was jetzt Florentin ist. Dort sind die ganzen Lehrlinge losgefahren auf die Schächte, hier rings um den Ronneburger Raum. Und auf dem Busplatz sind auch die ganzen Kinderferienlager losgefahren immer. Wurde ein extra Bus abgestellt von der Wismut, vom Transportbetrieb DB. Waren auch immer zwei Busfahrer mit dabei, die haben sich abgewechselt. Nicht wie jetzt, ein Busfahrer, der fährt nach Türkei und zurück an einem
Tag. Nee, waren immer zwei Busfahrer und auch zwei Betreuer mit dabei. Wurde eine Verpflegung mit reingetan, eine Kiste, Zeug, Schokolade, Bananen, Apfel, paar Schnittchen. Einwandfrei, etwas zu trinken und sowieso. Und das wurde sehr gut durchorganisiert.
Die haben die Kinder eben dahin gefahren, zum ersten Durchgang. Beim ersten Durchgang kamen dann die Leute gleich vom zweiten Durchgang und rückwärts haben sie die gleich vom ersten Durchgang wieder mit nach Hause genommen.
Und alle, die hier Gera ringsherum, in Ronneburg oder irgendwo, sind bis hierher gefahren worden. Und die anderen vomm Erzgebirge sind dann von den Ferienlagern alle ins Erzgebirge gefahren worden. Auf dem Gummibahnhof nach Schlema, also auf dem Busbahnhof nach Schlema. Ja, das wurde sehr gut durchorganisiert.
Und auch in den anderen Betrieben, denke ich mal, in den VEB-Betrieben, was ich jetzt so... anderen Kollegen, also Schulkameraden und andere Freunde, die waren auch in anderen Ferienlager von den VEB-Betrieben aus gewesen. Denen ging's auch ganz gut.
Weil zwei Freunde von mir, die Eltern waren bei Carl Zeiss Gera, das war ein Betriebsfeld von Carl Zeiss Jena, gibt es ja jetzt noch. Und Gera war auch Carl Zeiss Gera.
Jetzt oben, wo das Dänische Bettenhaus ist, Neu-Bieblach oben, ganz links, das war für Carl Zeiss Jena. Also bei Kaufland gegenüber. Das war früher Carl Zeiss Gera. Sollte noch weitergebaut werden, kam aber die Wende dazwischen. Und da waren von mir zwei Schulkameraden, die Eltern, waren bei Carl Zeiss Gera gewesen. Und die waren auch im Ferienlager gewesen und da in anderen Ferienlagern, nicht in unserem, von der Wismut, auch im Harz, im Erzgebirge, Thüringer Wald. Und da war das eigentlich fast genauso überall.
Also die Kinder wurden sehr gut betreut zu DDR-Zeiten, sag ich mal. Also blieb keiner auf der Strecke.
Und wenn du älter warst, sag ich mal ab 14 oder so, konntest du dann auch in den Betrieben schon arbeiten. Wie jetzt ein Praktikum ist, nennt man jetzt Praktikum, durfte man in den Betrieben auch ringsum arbeiten und sich ein bisschen Taschengeld nebenbei verdienen.
Das war unter Einverständnis vom Klassenlehrer, aber das war ja kein Thema, sag ich mal. Nee,
bei der Wismut durfte man nicht arbeiten als Schüler. aber in die normalen Betriebe. Ich selber war im Chemiewerk gewesen, Bad Köstritz. Dann waren wir in der Porzelline gewesen, in Roschütz und in der Porzelline in Langenberg. Alle Betriebe gibt es nicht mehr, da wurde Porzellan hergestellt. Hatte zu der Zeit zu Kahla gezählt. Dann,
ja, wo waren wir noch gewesen? Meistens waren wir in der Porzelline, Porzelline und Chemiewerk. Und in der Spatenbude waren wir auch. Also, es ist
in Langenberg, da wurden früher Spaten hergestellt, da war eine Spatenfabrik, da wurden richtige Spaten hergestellt, auch Klappspaten für die Armee und andere Sachen. Und dort konnten wir auch als Schüler arbeiten.
Das zählte mit zur Köstritz dazu. Mit der Warenfabrik Bad Köstritz war Teil 1 und Teil 2 war Langenberg. Da konnten wir dort als Schüler, da haben sich auch viele...
im Sommerferien durftest du zwei Wochen arbeiten, als 14-Jähriger. Und in den drei Wochen Winterferien durftest du eine Woche arbeiten und sich was dabei verdienen.
Das haben auch viele gemacht, denke ich mal. Man konnte sich bisschen Taschengeld dazu verdienen.
Unterkunft auch. Zwar jetzt nicht so modern ausgestattet wie ein Hotel jetzt, aber dementsprechend Tisch, Bett, Schrank, Unterkunft, ja, sag ich mal, gut.
Im Ferienlager natürlich nicht ganz so, da war es eben bloß, im Ferienlager war eben bloß ein Zelt mit Holz-Fußboden, ein Bett, ein Schrank, einen Koffer hattest du unter dem Bett gehabt, das waren eben große Zelte, da waren eben dann 15, 20 Mann in so einem Zelt, das waren große Zelte, das war eben, das war eben Zeltlager, sag ich mal. Ja.
Und als Schüler selber, da waren wir auch so auf Klassenfahrten gewesen, sag ich mal. Da waren wir in Berlin gewesen. Da waren wir in Neuhaus, am Rennweg waren wir. Da waren aber dann kleinere Zelte, hatten die dann so 2-Mann-Zelte gehabt und 4-Mann-Zelte. Da ging's auch von der Schule aus, so Klassenfahrten, wie man das jetzt so nennt. Gute oder schlechte? Die Guten. Ja.
Ja, hat jeder seine Arbeit gehabt, wer wollte, eigentlich. Gab auch Arbeitslose, die eben nicht arbeiten wollten, gab es auch, ja.
Aber es wurde eben versucht, jeden in Arbeit zu bringen. Und eine Wohnung, eine Wohnung war auch viel Mangelware, aber es wurde eben dann versucht, auch viel in Altbauten zu machen.
Im Großen und Ganzen fand ich es besser als jetzt. Man hatte weniger Sorgen.
Weißt du jetzt noch, ob du den nächsten Monat noch deine Arbeit hast? Weißt du das noch, wie es dir geht dann? Oder
So.
gesundheitlich? Klar, es gab auch negative Seiten. Reisemöglichkeiten, das und das. Oder andere Sachen. Ja,
und... Es hängt auch viel vom Geld ab. Wenn du früher kein Geld hattest, konntest du kein Auto kaufen. Und wenn du jetzt kein Geld hast, kannst du auch kein Auto kaufen. Oder nicht reisen. Oder dir kein Haus kaufen oder nicht viel leisten. Das Geld.
Aber irgendwie der Zusammenhalt war besser, fand ich. Unter den Freunden, unter den Klassenkameraden, auch den Arbeitskollegen, so und so, fand ich’s besser wie jetzt.
Jetzt ist’s manchmal so eine Ellbogengesellschaft,
Sturheit. Ich mehr wie der und das. Ich besser und um die anderen tu ich mich nicht kümmern. Ja.
Mh. Und das Gesundheitssystem war ja auch eigentlich in Ordnung. Bei der Wismut so und so, hat man ein eigenes Gesundheitssystem gehabt. Wenn irgendwas war, ein eigenes Krankenhaus hat man gehabt. Bezirks-, Wismut-Krankenhaus. Steht noch, jetzt leer.
Der Tag des Bergmanns war immer Ende Juni. Der Tag des Bergmanns wurde am meisten in Runneburg gefeiert. Oder im Erzgebirge auch. Das war schon schön, der Tag des Bergmanns.
Wurde viel gegessen, viel getrunken. Wurde auch viel auf die Beine gestellt, eigentlich schon, die Feste. Zu Weihnachten und so gab es Weihnachtsfeiern vom Betrieb aus, Brigadefeiern.
Tag des Bergmanns gab es in Ronneburg. Gab es auch schon Umzüge, damals.
Ja, War eben schön.
Da sind wir gerne hingegangen. Ja, die Feste schon. Und Gera selber hat ein Fest gehabt, das hieß Pressefest. Wurde auch sehr gerne hingekommen. Da waren
alle Leute auf den Beinen, sag ich mal. Egal von welchem Betrieb. Pressefest in Gera. Das waren meistens Leute auch so Panndorfhalle rum und auf dem Biermannplatz. Und auch in Gera auf dem Markt. Pressefest,
da wurde viel gefeiert mit Gruppen, gegessen und getrunken. Gab's auch mal was extra, so Schaschlik oder sowas. Ja, ich hab im Sommer Geburtstag, das haben wir meistens
im Garten gemacht, weil wir da Platz hatten. Ja, es wurde mehr getrunken wie jetzt. Und die Wismuter und so, die haben so ein Deputat gekriegt, so ein Wismut-Tallon hieß das, die haben Schnaps gekriegt.
Je nachdem was du unter Tage warst, ob du Bergmann warst, Schlosser oder Zimmermann, Lokfahrer, Hauer,
Lokschlosser, gab es auch Revierschlosser, Kranschlosser, Preisschlosser, Packerschlosser, Dieselschlosser. Ich wurde gut ... wir hatten 4,9 Liter im Monat zur Verfügung. Das waren immer so 700 Gramm. Wie Essensmarken sahen die aus, auch Talons. Das waren 700 Gramm. 47, 49 ... 4,9 Liter im Monat haben wir gekriegt. Da wurde durch die Wismut gelockt. Zur “Staubekämpfung”, sag ich mal. Die hatten dann aber auch viel gemacht, in den 1980er- und 1970er-Jahren schon
für die Gesundheit. Klar, in den 1950er-Jahren nach dem Krieg wurde viel geschludert … oder noch nicht so… Wurde trocken gebohrt. Da wurde nicht so auf Arbeitsschutz beachtet, aber dann nach und nach, in den 1960er- oder 1970er-Jahren wurde dann nass gebohrt, vor allem für die Hauer, und mit Gehörschutz, mit das, und das Gesundheitssystem wurde dann nach und nach aufgebaut, wurde dann schon verbessert, sag ich mal. Und da wurde eben gelockt. Und auch mit dem zusätzlichen Essen. Wenn du eben unter Tage gegessen hast, also wenn du im unter Tage warst, hast du eben Essensmarken gekriegt mit einem großen roten U drauf, das hieß unter Tage. Da hast du eben doppelte Portionen gekriegt. Statt einem Schnitzel hast du eben anderthalb Schnitzel oder zwei Schnitzel gekriegt oder zwei Roster, statt einer Roster. Und über Tage stand ein Bus.
Kein rotes U drauf. Die haben eben dann gelockt, die Leute, mit gutem Essen und Trinken, ein bisschen mehr Lohn, mehr Urlaub, die Vergünstigung eben, das Auto eher schneller zu kriegen, über den Wismut-Handel, auch Wismut-Handel selber, Lebensmittel und andere Sachen.
Sachen wie Geschirr, Bettwäsche, Handtücher, Klamotten, Anziehsachen.
Das hat dann aber in den 1980er-Jahren auch nachgelassen. Aber so in den 1970er-Jahren war das dann extra mit Wismut-Handel. Da durften jetzt bloß welche, mit einem Ausweis konntest du da drinnen einkaufen. Die wurden eben gelockt viel, weil die Wismut brauchte eben Leute,
um da Nachschub zu kriegen fürs Personal, sag ich mal.
Man hat den meistens genommen, um Likör anzusetzen oder getauscht. Wenn man Baustoffe braucht, Zement, Fliesen, da hat man ein paar Flaschen mitgenommen, für Baustoffversorgung. Da hat man immer was gekriegt, jetzt eben Baustoffe für den Garten. Ich brauchte mal Rohrleitungen, Wasserhähne. Ich brauche ein paar blaue Fliesen. Und dann nimmt man immer mal ein bisschen Wismutfusel mit. “Akzisefreier Schnaps” hieß der eigentlich.
Und der kam 1,12 Mark. Gibt es jetzt wieder zu kaufen, aber nicht zu dem Preis. Bisschen teurer. Und da hatten wir den eben. Und getrunken wurd eigentlich auch viel - oder dann gemischt, angesetzt mit Essenzen. Es gab solche Essenzen zu kaufen in der Drogerie. Es gab solche Schnapsessenzen zu kaufen. Das war klarer Schnaps. Mit den Schnapsessenzen konntest du dann verschiedene Schnapssorten selber mischen, herstellen. Halb und Halb, Kreuz des Südens, Kiwi, Nuss-Schnäpse und sowas. Alles, Mokka-Schnäpse. Es gab Schnapsessenzen, die kamen... zwei, drei Mark, solche kleinen Fläschchen hat man reingemacht, Wismutfusel drauf, ein bisschen Zucker dazu, geschüttelt, stehen gelassen ein halbes Jahr
und dann war der Weihnachten gut. Dann hat man auch selber mal Früchte angesetzt. Rumtopf oder sowas oder andere Früchte.
Schwarze Johannisbeeren hat mein Vater viel gemacht. Er hatte einen Garten, rote Johannisbeeren, schwarze Johannisbeeren. Das wurde dann eben mit Schnaps. Da mein Vater auch Schnaps gekriegt hat, mein großer Bruder auch, der Wolfgang, ich auch,
da waren wir drei Mann pro Familie, die Schnaps gekostet hatten. Und da war eigentlich immer was da.
Ist nicht alle geworden. Du bist so grad 15 Liter im Monat.
Ich hatte 4,9 und mein Vater auch sowas. Ja, da wurde viel auch getauscht, wie Sie sagen.
Das war eben inoffizielles Zahlungsmittel.
Eigentlich... Judo... Judo, weiß ich, weil mein Sportlehrer war Judoka. Handball, Wismut Aue war Handball ganz stark. Fußball so und so. Boxen. Ja.
Radsport, das ging, ich weiß nicht, ob das direkt über die Wismut ging oder Gera schon. Kann doch sein, es ging was über die Wismut, Radsport. Deswegen die Radrennbahn in Gera, ist ja noch, ein bisschen kaputt im Moment. Vielleicht
auch. Aber ob das Leute von der Wismut sind, weiß ich nicht.
Aber Boxer sind es, Fußball. Eben schade, dass mit Wismut Gera dann die ganzen guten Spieler von Wismut Gera wurden dann nach Karl-Marx-Stadt abgezogen oder nach Wismut Aue abgezogen. Und da hängen auch die zwei Leonhard-Brüder mit drin, die jetzt im Vorstand von Wismut Aue sind. Die kommen hier aus Gera, alle bei den Leonhard-Brüdern. Das waren Wismuter, sind das also früher gewesen. Die sind ein bisschen älter wie ich. Die kommt von Gera, die waren dann mit oberster Geschäftsführer von Wismut Aue, vom Fußball. Es wurde eigentlich überall Sport gefördert zu DDR-Zeiten. Von Carl Zeiss, da war der Heike Drechsler ganz stark, die kommt aus Gera, im Weitsprung. Radsport wurde auch gefördert, aber ich weiß nicht, ob wir da mit drin sind. [...] Da kommt er von Debschwitz. Da müssen wir
den mal fragen.
Bestimmt, ja. Und Sportarm. Es ist schade, dass die ganzen guten Spieler von Wismut Gehrer nach Aue geschickt wurden. Oder nach Karl-Marx-Stadt, also Chemnitz jetzt. Und da war eben für Wismut Gera... Das Personal ist knapp, von den guten Spielern. Wir waren auch, mit meinem Vater im Stadion, wo er noch gerne gespielt hat, zum Boxen natürlich. Da hat der Fanghänel geboxt, Förster und wie hieß
der? Den habe ich mir angeguckt, Uli Kaden, Fanghänel, Förster, die drei. Wo es die drei sind, waren es bei uns. Und da war auch der Uli Wegner noch Boxtrainer, ist schon ein paar Jahre her. Das haben wir uns viel angeguckt. Wurde gern gesehen.
Ich selber hab den Sport weniger gemacht. Durch die drei Schichten hatten wir wenig Zeit gehabt.
Als Kind war ich ja im Kegeln und Tischtennis. Aber dann als Lehrling war weniger Sport angesagt. Kegeln war noch mit, wenn wir Zeit hatten. Dann das Wochenende durch die drei Schichten haben sie dann… Freizeit schon gehabt, aber konnte sie ja dann nicht immer vor der Nachtschicht bis zur Mittelschicht kegeln. Weniger. Dann das Wochenende.
Als Kind selber war ich viel Radfahren. Da gab es früher eine Radwandergruppe von Gera, BSG Elektronik Gera, und da haben wir Sonntags Radtouren gemacht. Ich
war auch zweimal in der OTZ drin. Volkswacht, hieß die früher, die Zeitung, Vorgänger von der OTZ. Da war ich zweimal drin gewesen.
Und da waren wir auch sehr sportlich. Da war auch ein Schulkamerad von mir [...] Der hat auch mal mitgemacht Sonntags. Weil Sonntags waren wir nicht im Garten, Sonnabends waren wir meistens im Garten was machen. Dem Vater helfen, natürlich. Und Sonntags hat man dann frei gehabt und da waren wir Radfahren. Also so sportlich waren wir schon.
Ja, da waren wir viel, da sind wir Tagestouren gefahren, bis runter bis Pöhl. Und an der Talsperre waren wir, als Tagestouren, das war ganz schön hin und zurück. Pöhl, Bürg, das ist bei Plauen, die zwei Talsperren Bei Salzburg waren wir viel. Im Mühltal sind so, das ist eine kurze Runde, das sind bloß paar,, 40 Kilometer im Mühltal. Das ist eine kurze Runde. Das ist ganz schön, das sind 60km hin und 60km zurück. Da waren wir schon sportlich unterwegs.
Das hab ich dann auch noch als Jugendlicher mitgemacht. Nein, da war schon Interesse beim Sport da. Da waren auch viele Zuschauer. Wo Wismut Aue auch gespielt hatte, im Stadion, da war das Stadion auch mal halb voll, voll. Und auch beim Boxen, da war die Panndorfhalle voll gewesen beim Sport.
Und auch selbst beim Radsport. Bei der Friedensfahrt, da waren auch viele Leute auf der Straße. Erst recht, wenn Gera hier Zieleinkunft war. Und da war noch Zieleinkunft im Stadion gewesen. Da gab es noch die Stadionallee, rein ins Stadion war noch Zieleinfahrt, bei Friedensfahrt. Und wo ****** gefahren ist, ****** von Leipzig. Da war schon Interesse da, von der Bevölkerung. Nicht nur von der Wismut- allgemeinen Bevölkerung, auch beim Boxen allgemein, DDR-Bürger. Wie wir alle eigentlich waren. Interesse war schon dabei, Sport. Vielleicht jetzt mehr wie jetzt. Jetzt sagt man ja bei Sport, was ist denn jetzt Highlights im Sport? Mal
Skispringen oder mal jetzt, Rodeln ist jetzt mal, oder Biathlon ist jetzt im Oberhof.
Ne? Demnächst. Aber sonst so, Fußball ist ja in Gera weniger. Gerade in Langberg waren jetzt öfters mal viele Zuschauer, mehr wie bei Wismut Gera,
die drei Klassen höher spielen oder vier Klassen sogar. In
Langenberg war auch mal,
wir hatten mal 1.005 Zuschauer gehabt in Langenberg, das ist schon
ein Stückchen her. Weil der *** von Langenberg, der ist dann erst nach Wismut Gera gekommen und dann nach Karl-Marx-Stadt. Und das ist der Mann gewesen von der Katharina Witt. Entschuldigung, von der[...], der Mann. Und der hatte mal Karl-Marx-Stadt nach Langenberg gebracht und war in der Fußball-Mega mit 1.500 Zuschauern. Und der [...] von Langenberg ist auch verantwortlich, dass er auch jetzt lila Trikots hat durch die [...] Deswegen hat, also mitverantwortlich, ist der Urheber, dass Wismut Aue jetzt Lila hat, wo die aufgekommen sind. Ist aber schon Jahre her. Und der stammt von Langenberg. Weil ich ein bisschen fußballfreak bin, durch das Kind, weiß ich das. Und Wismut-Fan so und so. Und
Wismut Aue, weil ich ja eben dort gelernt hab, ist man ja ein bisschen infiziert, sag ich mal. Und dann bei der Wismut gearbeitet hab.
Das ist wie eine kleine Poli-Klinik, so ein Schachtambulatorium, wie jetzt hier die Poliklinik in der Straße des Bergmanns, war früher Wismut-Poliklinik. Und das war eigentlich ein ganz gutes Gesundheitssystem, das war eigentlich gut aufgestellt. Wir wurden jedes Jahr untersucht, Reihenuntersuchungen, immer den ganzen Tag. Es war wie eine Laufschicht, hieß es bei uns. Und da musstest du zu jedem Arzt hin, ob Hals-Nasen-Ohren, Lungenröntgen, Zahnarzt, Augenarzt, Ohrenarzt, Gelenke, alles Mögliche. Wurde das jedes Jahr untersucht bei der Wismut oder dann auf dem Schacht. Auch Gesundheit wurde wirklich groß geschieben und auch Grippeschutzimpfen. Im Herbst war eine Grippeschutzimpfung eingesetzt, wegen eben der Grippe.
Bevor du früh rein bist in Schacht oder dein Frühstück holen konntest, wurdest du geimpft und dann durftest du auch nur unter den Tag einfahren. War eigentlich eine gute Sache, wegen, jetzt ja erst recht, Impfen. Welche wollen sich nicht impfen lassen, aber es hat doch ein bisschen geholfen, denke ich mal. Jetzt erst recht wegen dem Virus seit drei Jahren. Also das Gesundheitssystem wurde gut aufgestellt. Wenn irgendwas war, kamst du eben ins Krankenhaus, ins Wismut-Krankenhaus. Oder dann, wenn irgendwas war, hast du eben eine Kur gekriegt nach Erlabrunn. Oder sonst wohin, Kur gekriegt oder nach Bad Liebenstein. Im Gesundheitssystem war er sehr gut aufgestellt. Also, fand ich, fast noch besser als jetzt, würde ich bald behaupten. Kann man jetzt zwar kein Urteil darüber erlauben, aber doch, denke ich mal, doch. Also, es war gut aufgestellt. Beim normalen Bürger war auch das Gesundheitssystem
sehr gut aufgestellt, eigentlich
schon, in der DDR. Auch als Kind bist du eben zum Zahnarzt oder dorthin oder dorthin oder zum Kinderarzt. War ringsherum sehr gut aufgestellt. Also denke ich mal, was wir so waren. Es gab Kinderärzte, Zahnärzte auch als Kind oder dorthin. Und dann sind wir dann auch, weil mein Vater bei der Wismut war, sind wir dann auch gleich in der Wismut-Klinik und da gab es gar kein Thema. Bis dahin hast du einen Termin geholt oder bist gleich dran gekommen, wenn es dringend war. Oder hast angerufen, mein Vater hatte schon ein Telefon gehabt. Zu Hause, war ja bei der Wismut, bei der Grubenwehr, und der dritte Mann von Paitzdorf, sag ich mal, der hat bei Zeiten ein Telefon gehabt, da konntest du schon mal anrufen. Also das Gesundheitssystem war sehr gut eigentlich aufgestellt. Und nicht solche langen Wartezeiten wie jetzt.
Ja, man muss schon ein bisschen robust sein und grob und herzlich. Man muss schon ein bisschen was wegstecken können.
Von den Hauern, manchmal von den Bergleuten, die sind ein bisschen ruppig, aber trotzdem herzlich. Du bist auf den angewiesen und die sind auf dich angewiesen. Klar, es war ein raues Klima, aber rau und herzlich. Und unter Tage wird eben jeder aufgenommen. Du kannst ihn nicht liegen lassen oder fallen lassen. Da wird eben jeder mit “Du” angeredet und hat auch geklappt. Klar, es gibt, man wird mal voll gemault, gemeckert. Aber man meint das nicht so, sondern unter Tage ist das eben, ein gutes Klima, sag ich mal, war trotzdem gewesen. Obwohl die nicht so direkt, nur als Arbeitskollegen, der kam eben aus Plauen und der andere kam eben aus Zwickau. War nicht dein Nachbar zu Hause, aber trotzdem auf Arbeit musst du ja mit den Kollegen klarkommen. Einer oder zwei kamen aus Altenburg, welche aus Greiz, welche aus Teichwolframsdorf,
Friedmannsdorf. Und mit denen bist du eben auch klar gekommen. Der mit bei mir in der Lehre mit war, der war auf einem anderen Schacht. Ja, das wurde vielleicht nicht so an die große Glocke gehangen, sag ich mal. Es
gibt so ein Slogan hier “Ich bin Bergmann, wer es mehr” gibt’s ja. Und das wurde eben vorausgesetzt. Und dafür wurde auch viel gemacht, dass der Bergmann sich wohlfühlt, erhalten bleibt. Durch das Gesundheitssystem und auch so, wenn doch mal was war, wurde eben dann der Mann dann doch mal zur Kur geschickt oder zu ein Sanatorium, sag ich mal, hieß früher ein Sanatorium, was jetzt Kurbetrieb ist. Da gab es eben andere Krankheiten wie eben das Silikose, was eben die Staublunge war oder so mal andere Sachen.
Mit Burn-Out und sowas hatten wir eigentlich nichts
zu tun oder mit anderen, wie Sie sagten… wegen der Luft vielleicht, wegen der Silikose. Vielleicht gering, weil ich ja wenige Jahre unter Tage gearbeitet habe. Und bei uns, wie ich schon sagte, Ende 1970er oder 1980er Jahre wurde dann auch schon viel gemacht, unter Tage mit Bewetterung. Die Belüftung unter Tage heißt Wetter. Wetter - gibt dann schlechte und gute Wetter. Wurde dann auch viel gemacht und Bewetterung verbessert. Alles nass gebohrt für den Hauer, für die Bohrgeräte. Da wurde auch viel gemacht. Essen, Trinken, wurde viel und oft eigentlich auf die Gesundheit doch schon geguckt. Also in Anführungsstrichen sage ich
mal. Man wollte ja, dass du als Arbeitskraft erhalten bleibst, eigentlich.
Klar, war eben eine harte Arbeit, war das schon. Also es war kein Zuckerschlecken, nicht wie in einer Schokoladenfabrik oder einer Zuckerbude. Da musstest du auch auf dich aufpassen. Ist klar, ist viel passiert, aber wer damit eben klar gekommen ist, ist gut zu Rande gekommen, sag ich mal.
Und alle Wismut-Kumpel, die waren eben Kumpels. Hat eben auch keiner den anderen in die Pfanne gehauen, sag ich jetzt mal. Also untereinander, Kollektiv, das war eben..geholfen. Die eben keinen auf der Strecke oder so… Und Mobbing gab es da auch nicht so, sag ich mal, in der Richtung. Da gab es keinen, dass einer einen anderen rausgeekelt hat oder was weiß ich. Also ich fand das nicht so bei uns in der Brigade. Und wir waren ja, unsere Schlosser-Brigade, wir waren für mehrere Hauerbrigaden zuständig. Und die waren ja auch immer so 12, 15 Mann. Und die Leute, mit denen hat es ja den ganzen Tag zu tun gehabt, oder die 8 Stunden oder 6 Stunden, was noch übrig geblieben ist, von der Arbeit.
Einer war ein bisschen ruppiger, der andere nicht so, der andere war wieder mehr kumpelhaft oder freundlich. Aber trotzdem, im Großen und Ganzen bist
du eigentlich mit jedem fast da gekommen, würde ich mal so sagen. Und auch mal kam ein Steiger vorbei, ein Nachbar von mir. Der war bei uns Steiger, der war für den Hauer verantwortlich. Und ich selber kannte ihn ja auch, weil es ja ein Nachbar ist. Und auch das wieder, das, das. Hat vielleicht auch mal paar böse Worte gesagt, aber der hat es nicht so gemeint. Es muss halt gemacht werden und dann war das alles gut. Und... Ja, das war schön. Nee, also ich fand es... Was heißt gut? Ich kam klar damit. Ich war schon traurig, weil ich meinen Arbeitsplatz verloren hab, eigentlich. Wär gern noch geblieben, weil wir eben die Haufen Vergünstigungen hatten. Geld, Urlaub,
Verpflegung. Urlaubsplätze. Ist alles weggefallen. Da ist man erstmal…schon ein
bisschen böse drüber.
Andererseits hast du gesehen, hier sind die Grenzen auf, jetzt kannst du reisen, dir mal andere Sachen kaufen oder andere Autos oder sowas. Ja, aber trotzdem warst du erstmal geschockt. Bis 1991 war ich bei der Wismut beschäftigt und dann bin ich auf den Bau gegangen. Da hatte ich unter Tage jede Menge Fahrzeuge zu reparieren und zu fahren. Da konnte ich ja alles reparieren, alles fahren. Und da ich auch Lkw-Fahrerlaubnis hatte, einen Lokschein unter Tage, konnte ich ja auch alle Geräte fahren. Diesellader, Traktoren, Schleppers. Und vom fahrzeugtechnischen her bin ich, und als Dieselschlosser sind zu, bin ich dann auf den Bau gegangen und bin, hab LKW gefahren und war beim Großbau, Bagger gefahren und Radlader und
Ja,
so Zeug. Ja. Und da ich dann LKW gefahren bin, hat mich das ja nicht gestört. Ja, traurig war ich dann, vielleicht nicht, traurig, aber man ist ja dann erst im ersten Moment, wenn man aus der Zone ist, steht man erst mal da auf Null, sag ich mal. Was macht man jetzt? Wo geht man hin? Geht man in den Westen? Bleibt man hier? Eigentlich nicht direkt.
Die Frau hatte ich schon hier. Die ganzen Freunde waren auch da, ringsherum, die Verwandtschaft.
Und der Garten ist da gewesen, eigenes Grundstück. Hatte ich eigentlich wenig Optionen, in den Westen oder ins Ausland zu gehen. Ich wollte eigentlich in der Heimat bleiben. Ich bin eigentlich heimattreu, sag ich mal.
Meine zwei großen Brüder sind wieder zurückgezogen ins Erzgebirge, wo sie geboren worden sind. Ein Schulkamerad von mir ist auch ins Erzgebirge gezogen, den ich jetzt noch Kontakt habe. Und nee, ich wollte eigentlich hier bleiben. Können ja nicht alle in den Westen gehen. Man muss ja hier auch weitergehen. Nee, ich bin eigentlich heimatverbunden. Sonst so durch die Wismut und durch das Erzgebirge, wo meine Eltern herkommen und meine drei großen Geschwister. Meine Mutti, die
war neun Kinder, auch aus dem Erzgebirge, Marienberg, ein kleiner Ort bei Marienberg. Rudersberg.
Und Onkel und Tanten, alle im Erzgebirge, die ganzen Cousins und Gesellschaft, auch alles dort in dem Raum Marienberg. Olbernhau, Pobershau, Rudersberg, dort in dem Raum, Gegend, sag ich mal. Zöblitz, nicht zu vergessen.
und wollte ich nicht in den Westen gehen. Onkel und
Tanten waren auch welche, im Bergbau beschäftigt und der Rest war eben, sag ich mal, in der Holzindustrie beschäftigt. Haben Räucherkerzen, Räuchermännchen gemacht, Bergmänner, Engel, weil das so beliebte Sachen waren zu den Zeiten. Welche sind jetzt noch in der Holzindustrie tätig. Cousinen und Cousins von mir im Erzgebirge.
Ja, ich bin eigentlich heimatverbunden, sag ich mal. Immer noch, ja, immer. Und Ronneburg ist ja nicht weit. Wir fahren mit dem Auto hin oder mit dem Fahrrad. Und wird alles mit... verfolgt, sag ich mal, auch die Schächteschließung, schade eigentlich, und die Flutung. Man hätte einen Schacht in den Ronneburger Raum lassen können als Besucherbergwerk, ist aber nicht geschehen. Das andere Besucherbergwerk in Hartenstein auf dem Schacht 371 ist auch zu. Wollte ich gerne mir nochmal angucken. Habe es aber leider verpasst, nach der Wende, dort nochmal einzufahren. Ist ein Nachbarschacht gewesen von der 366, wo ich gelernt habe. Ein bisschen, vielleicht 10 Kilometer weg höchstens, oder 8 Kilometer sind es. Schade, eigentlich habe ich verpasst, da hätte ich noch mehr gefahren. Jetzt waren wir nochmal in Böhla gewesen, auf einem Schacht, wo jemand von mir aus der Schulklasse gelernt und gearbeitet
hat. Da waren wir mal zur Mettenschicht, war sehr interessant. Die
hatten auch noch ein paar Fahrzeuge ausgestellt, die ich mitgebaut und repariert habe. Und jetzt hier, das ist eigentlich immer noch ein starkes Interesse an der Sanierung. Und so, na, Dings. Eben schade dass es kein Besucherbergwerk gibt im Ronneburg Raum, um der Nachwelt, nächsten Generationen zu zeigen,
finde ich ein bisschen schade. Aber es ging wahrscheinlich anders nicht mit der Flutung oder geologisch. Schade. Es wäre interessant gewesen, für die nachfolgenden Generationen so ein Besucherwerk zu erhalten. Aber schade, dass eben, eins gibt es noch in Schlema.
15b, den gibt es noch, waren wir auch schon angucken. Ja,
sowas hätten sie eben hier in Ronneburger Raum noch erhalten können. Waren ja genug Schächte da. Ein Schacht steht ja noch. Die 407 oben, Werdauer Straße, Richtung Werdau oben rechts. Dort stand früher auch die einzige Ampel in Ronneburg. Der einzige Ampel in Ronneburg stand dort oben auf der Kreuzung. Da war noch ein Turm, da war der Dispatcher. Und wenn eben dreiviertel Drei zentrale Abfahrt war in Schmirchau auf dem Busplatz, hat die Ampel vorne auf Grün geschaltet, der Dispatcher. dass alle Busse raus konnten. Da waren fünf Bahnsteige in Schmirchau. Auf jedem Bahnsteig standen vier bis fünf Busse. Und die sind dann nachmittags, dreiviertel Drei, zentrale Abfahrt, in allen Richtungen, Thüringen, Vogtland, Erzgebirge, aus, haben die Leute wieder heim geschafft nach der Frühschicht. Ja,
ja, doch. Das war eine einmalige Aktion, dass der Bund das Geld zur Verfügung gestellt hat und die Wismut und so die Wunden der Wismut wieder ein bisschen zu heilen, sag ich mal, von der Landschaft her, sage ich mal. Und klar, die Orte sind verschwunden, wie teilweise Schmirchau ist verschwunden, Lichtenberg, Gessen ist verschwunden. Es schade drum, aber das kann man jetzt nicht zurückdrehen, die Uhr, die Zeit. Aber wenigstens wieder ein bisschen die Gegend wieder lebenswert zu machen, sage ich mal. Das ist eigentlich der Wismut ganz gut gelungen, sind auch Millionen, Milliarden geflossen.
Und dass der Tagebau wieder zugeschüttet worden ist, ist auch eigentlich gut. Und dort wieder ein Berg entstanden ist. hingemacht worden ist. Der Berg, der Schmirchauer Höhe, heißt das ja jetzt, entstanden ist. Ist eigentlich eine gute Sache. Und auch, dass oben der Turm hingekommen ist als Wetterlampe, finde ich auch gut. Und der Nachwelt das mal zu zeigen. Und auch mit der begehbaren Landkarte oben. Das ist mal Ausflugsziel, auch vielleicht mal für die Schulklasse.
Ist ein bisschen zu laufen, da hochwärts. Das ist eigentlich, finde ich, eine sehr gute Sache. Ich selber habe da auch einen Stein oben, so einen Stein. Die 332 habe ich, glaube ich zumindest. Oder? 332 habe ich. BB Paitzdorf steht drauf, mein Vater hat auch einen Stein da oben. 1.005, glaube ich, oder 1.002. 1.005, müsste ich nachgucken, wir haben ein Foto zu Hause. Finde ich eine gute Sache, mit den Steinen, mit der begehbaren Landkarte. Im Moment liegen jetzt schon über 4.000 Steine, glaube ich,
oben. Fand ich sehr gut. Ich habe da auch mitgemacht, wir haben mitgemacht, mein Vater auch.
um der Nachwelt oder den anderen Generationen zu zeigen, wie weit die Wismut ihr Abbaugebiet hatte. Hier im Ronneburger Raum und im Vogtländer Raum, sag ich
mal, ist eine gute Sache. Schade, dass es eben kein Schaubergwerk mehr gibt hier im Ronneburger Raum. Wo eben der Turm ist, die 407. Und drüben steht noch, der Doppelturm
von Korbußen. Der zählt zu Korbußen. Der rote Turm ist weg. Und das Bild haben sie hingemacht von DDR-Zeiten, was unser Bild war. Das haben sie drüben hingemacht. Das hätte eigentlich nach Paitzdorf gehört, wo es war, oder dann in die neue Landschaft, hätte das hingehört und nicht dort drüben hin, zwischen Beerwalde und Korbußen. Da gehört es eigentlich nicht hin, das Bild. Aber da haben andere Leute darüber entschieden. Das war unser Wandbild von BB Paitzdorf. Ein Wandbild haben sie erhalten.
Das fand ich eine gute Sache. Das ist ein schönes Bild, eigentlich. Was ist ein schönes Bild? Das gehört eigentlich in Ronneburg hin, direkt oder in die Neue Landschaft. Wenn nicht hoch, oder sogar…auf die Schmirchauer Höhe nicht. Aber zumindest unten in der Nähe von der Drachenschwanzbrücke. Das, was erhalten bleibt und was auch die Wismut-Ausstellung, mit den ganzen Bildern, die liegen glaube ich jetzt noch in Chemnitz, dass die irgendwann mal ausgestellt werden. Es sind glaube ich über 4.000 Bilder, die gemacht worden sind, über Tage und unter Tage und auch viel gezeichnet worden sind. Die Bilder, dass die irgendwann mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vielleicht hier in Gera im
ehemaligen in der ehemaligen Zentralbank wäre ein schönes Gebäude, würde ich sagen, vorschlagen, dass die Wismut-Ausstellung dort hinkommt und die Bilder und der Nachwelt erhalten bleiben.
Eine kleine Ausstellung gibt es oben in Schlema im Aktivist, im Klubhaus Aktivist gibt es eine kleinere Ausstellung zur Wismut, kann man sich mal angucken, wenn man da Interesse hat, ob man auch mal als Schulklasse hinfährt. Das ist oben in Oberschlema ist das. Ich glaube heißt Aktivist. Ist sehr interessant, kann man sich angucken. Auch für die nachfolgende Generation oder als Exkursion für die Schulklasse. Kann man sich vorstellen oder vorschlagen. Und sowas fehlt eben auch hier in Gera, sage ich mal. Gera und Ronneburg ist ja alles eins. Davor steht noch ein kleiner BWKA, steht noch davor. Die Raupe, die ist ja von der Sanierung. Und an der Nebenseite steht eine Lok. Da hab ich noch einen Lokschein für den, darf ich auch noch fahren! Und ein kleiner BWKA steht noch davor. [...] war der Spitzname
von unter Tage. Ein kleines Bohrgerät. Wurde auch in Aue produziert, im BB Aue, wo ich mitgelernt habe. Die Dinger wurden dort produziert. Ja, sowas muss eben erhalten bleiben als … Nachwelt für die nächsten Generationen. Und eben, dass die Bilder eben von Karl-Marx-Stadt, also von Chemnitz, irgendwann mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ich hatte was mal gelesen von 4.000 Bildern, waren das insgesamt, und Zeichnungen. unter Tage bei uns waren auch immer viele, was heißt viele, einmal im Vierteljahr war bei uns jemand da, ein Maler oder ein Fotograf, die durften unter Tage und die durften auch Bilder machen, was eigentlich verboten war zu DDR-Zeiten. Und die durften unter Tage, Bilder machen von den Bergleuten, sieht man jetzt manchmal in den verschiedenen Büchern. Fotografen,
Maler, der war immer viel bei uns in der Werkstatt unten oder vor Ort, wenn ich mal vor Ort war. Der Maler war mit.
Und die Bilder müssten mal zugänglich gemacht werden, ausgestellt werden, das wäre sehr schön. Und Ronneburg hat Glück gehabt und Gera mit, durch die Bundesgartenschau 2007.
Und dass eben die Halden alle weggekommen sind. Das waren eben auch ein Markenzeichen, die Pyramiden früher, die zwei Paitzdorfer und die zwei Reußter Pyramiden. War immer ein Markenzeichen, sah aus wie in Ägypten, wenn man da die Autobahn lang gefahren ist. Aber sind eben weggekommen. War auch wiederum eine gute Sache, damit man dort … dass ein Schlussstrich gezogen wird.
Im Erzgebirge wird ja noch saniert, teilweise in Aue, in Schlema. In Schlema sind sie noch dabei, in Schneeberg auch noch und ein bisschen was in Böhla. In Böhler wird jetzt wieder ein neuer Schacht aufgemacht. Die buddeln wieder wegen seltenen Erden.
Gleich neben dem alten Schacht, im Fuchsbachtal, wird wieder gebuddelt. Mal sehen, was dabei rauskommt. Die wollen ja wieder Zeug haben für Handys, Elektroautos etc.
Etc. Ja, war schön. Ja, Luxus.
Wir haben auch so gelebt wie die anderen auch. Das gekauft in der Kaufhalle, was es gab. Aber durch die Vergünstigung warst du ein bisschen, kleines bisschen besser gestellt schon, denke ich mal.
Und man konnte sich dran gewöhnen.
Ein Kumpel von mir, also ein Schulkameraden, hat im Tischler gelernt. Im normalen privaten Betrieb, da gab es eben bloß 600 Mark. Und ich hatte eben 1.300 Mark als Wismut-Kollege, sage ich mal.
Und der Hauer, der Bergmann unter Tage, die hatten 1.800 bis 2.000 Mark im Monat. Das war schon ein Unterschied gegenüber dem Normalen. Und es gab auch viele in Volkseigenen Betrieben, die haben eben bloß 400 Mark gekriegt oder 600 Mark.
Das war schon ein Unterschied, welche haben 800 Mark gekriegt und welche, die eben gut verdient haben, 1.000 Mark gekriegt. Oder wie bei Carl Zeiss oder Elektronikum, das waren große Betriebe.
oder WEMA Union und neben der Autobahn WEMA, wo jetzt hier Meleghy ist. Die haben auch nicht so gut verdient. Es
Ein anderer Schulgänger war von mir, Krause Dietmar, hat dort gelernt. war nicht so gut wie bei der Wismut, aber dadurch war eben doch ein kleines bisschen Unterschied.
Aber deswegen bist du ja nicht abgehoben gegenüber den anderen Kumpeln, die jetzt... einer von mir, der hat eben beim Plattenwerk gearbeitet, was jetzt Max Bögel ist. Da war trotzdem
noch ein Kumpel. Wir sind trotzdem zusammen zur Disco gegangen, zum Tanz gegangen, gemeinsam zum Zelten gefahren.
Andere Sachen gemacht. Deswegen bist du jetzt ja nicht abgehoben.
Du warst eben da und hast ein bisschen mehr Geld gehabt.
Klar. Deswegen warst du nicht ... jetzt in einer anderen Schicht, wie jetzt.
Es gibt jetzt, wie soll man das denn sagen, jetzt gibt es auch bald zwei Schichten. Und die Schere geht immer weiter auseinander.
Doch, gut. Wär gern geblieben, wegen der Vergünstigung, klar. Ja,
aber du kannst ja die Zeit nicht zurückdrehen. Meine Lampe hab’ ich noch.
Meine Sprengmarken. Habe ich noch, habe ich auch mit.
Und meine Berechtigungsscheine von unter Tage. Ja, schmeißt man eigentlich nicht weg, weil es Erinnerungsstücke sind. Ja, schmeißt man nicht weg… Und mein Vater hat noch einen Erzhammer und einen Geologenhammer, einen Wandteller von der Wismut, Bierkrüge von der Wismut und Gläser und so Zeug.
Das schmeißt man nicht weg. Schade. Ja.
Sonst konnten wir von unter Tage nichts wegnehmen. Es blieb alles unter Tage. Es wurde alles geflutet.
Es ist jetzt alles unter Wasser. Es blieb alles unten.
Meine Lampe durfte ich mitnehmen. Das Geleucht von der… 7 oder die 9 hatte ich dann zum Schluss gehabt, meine Lampe.
Wo ich zur Wismut gekommen bin, hatte ich die 1945, war meine Lampennummer. Meine Retternummer … hatte jeder seine Nummer unter Tage. Mein Bruder hatte die 1925 gehabt
und mein Vater hatte die Nummer 3 gehabt, war die 3. von Schacht, ja.
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